Bibel trifft Wohnküche

Bibelkreis "Bibel trifft Wohnküche"
“Bibel trifft Wohnküche” ist ein junger ökumenischer Bibelkreis für Teilnehmer unter 40 Jahren. Wir lesen zur Zeit abschnittsweise das Johannesevangelium und treffen uns etwa einmal im Monat, immer sonntags um 18 Uhr.

Wer Lust hat mitzumachen, kann Näheres bei Vikarin Katharina Rigo erfragen.



Februar-Impuls

“Die Gebote, die ich euch heute gebe, sind ja nicht zu schwer für euch oder unerreichbar fern. Sie sind nicht oben im Himmel, so dass ihr sagen müsstet: ›Wer steigt hinauf und bringt sie uns herunter, damit wir sie hören und befolgen können?‹ Sie sind auch nicht auf der anderen Seite des Meeres, so dass ihr fragen müsstet: ›Wer fährt für uns hinüber und holt sie?‹ Im Gegenteil: Gottes Wort ist euch ganz nahe; es ist in eurem Mund und in eurem Herzen. Ihr müsst es nur befolgen!«”
(5. Mose 30, 11-14 / HFA)

Viele Menschen tun sich schwer, in der Bibel zu lesen und sie zu verstehen. Verständlich – manche Texte sind immerhin einige tausend Jahre alt! Da stellt sich natürlich die Frage: Wie sieht das mit der Übertragbarkeit in unsere Zeit und in unseren Alltag aus?

Selbst Martin Luther gab zu, nicht alles in der Bibel zu verstehen. “Ich lese die Bibel, wie man ein Apfelbäumchen schüttelt” erklärte er einmal sinngemäß. “Was reif ist und mir zufällt, nehme ich mit – den Rest lasse ich getrost für später hängen.”

Vieles aus der Bibel ist uns gut vertraut. Die Zehn Gebote oder Jesu Doppelgebot der Liebe (liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst) sind nicht schwer zu verstehen. Die Herausforderung liegt da eher in der praktischen Umsetzung, nicht im Verstehen komplizierter Hintergründe.

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.
(5. Mose 30,14 / L)

Gehen wir es doch mal praktisch an – indem wir anfangen, das (neu) in die Tat umzusetzen, was wir schon verstanden haben. Oder wie der Schriftsteller Erich Kästner sagte: “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.”

Das können zum Beispiel die Zehn Gebote sein, der eigene Konfirmationsspruch oder der Taufspruch der Kinder.
Leben wir es! Darin liegt die wahre Herausforderung.

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Pfr. Stefan Hradetzky

Zeit mit Gott: Wo steht Dein Sessel?

Zeit mit Gott


Eingestellt von GIVICI Youth, © Standard Youtube-Lizenz

Es gibt eigentlich nichts Kostbareres, als im Alltag Zeit mit Gott zu verbringen. Er ist da – aber wo sind wir? Zu beschäftigt, um zu beten? Keine Zeit, um in der Bibel zu lesen? An mangelnder Zeit kann es sicher nicht liegen – schon eher an unseren Prioritäten. Denn für viele andere Dinge, die wir lieben und die uns gut tun, haben wir ja auch Zeit.

Was bringt es mir, Zeit mit Gott zu verbringen?

Aus der Bibel erfährst Du, wie verschiedene Menschen zu unterschiedlichen Zeiten Gott erlebt haben. Sie ist bis heute die beste Möglichkeit, Gott besser kennen zu lernen. Wenn Du regelmäßig in der Bibel liest, wirst Du erleben, dass ihre Texte wahre Schätze enthalten, die im Alltag Hilfe und Orientierung bieten. Eine moderne Bibelübersetzung (z.B. “Hoffnung für alle” oder “Gute Nachricht”) kann dabei den Einstieg sehr erleichtern.

Aber Gott wohnt nicht nur zwischen zwei Buchdeckeln. Er ist auch heute noch erfahrbar. Er liebt uns und wünscht sich, Zeit mit uns zu verbringen. Er hört uns, wenn wir beten (auch wenn er aus gutem Grund nicht alles erfüllt, worum wir bitten). Viele Menschen erleben, dass Gott in der Stille zu ihnen spricht. Probiere es selbst aus.

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Ein Abend mit der Bibel

Bibelabend

Die Bibel ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Aber ohne Vorwissen oder Hinführung ist es gar nicht so leicht, sie mit persönlichem Gewinn zu lesen. “Ein Abend mit der Bibel” lebt vom gegenseitigen Austausch über den Text. Meistens wird ein Abschnitt gelesen, der am kommenden Sonntag im Gottesdienst vorkommt. Jeder Abend steht für sich, man kann einfach mal vorbeischauen. Gäste sind gerne willkommen.

Es sind alle herzlich eingeladen, die …

  • mehr über die Bibel wissen wollen
  • beim Bibellesen alleine nicht weiterkommen
  • gemeinsam mit anderen in der Bibel lesen wollen
  • mit anderen über den Glauben ins Gespräch kommen wollen.
Einmal im Monat dienstags von 19.45 – ca. 21.30 Uhr
im Großen Jugendraum (Eingang Pfarramt),
Termine siehe unten.


Anmeldung oder regelmäßige Teilnahme ist nicht erforderlich, die Konfessionszugehörigkeit spielt keine Rolle.

Betakurs: Schritte des Glaubens

info
© Foto: “College student studying in Park” by CollegeDegrees360
(Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Ein Vertiefungskurs mit fünf Abenden,

Beta bedeutet:
B – wie „Beten lernen“
E – wie „einfach als Christ leben“
T – wie „tiefere Wurzeln bekommen“
A – wie „Anschluss an die Gemeinde finden“

Unser nächster Beta-Kurs startet voraussichtlich im Januar 2019 im Anschluss an den Alphakurs.

Zum Beta-Kurs der Paulusgemeinde Traunreut sind alle eingeladen, die ihren Glauben vertiefen möchten.

Der Kurs gibt praktische Anregungen, wie man Glauben und Alltag verbinden kann. Dazu sollte jeder Teilnehmer zu Hause täglich etwa 30 Minuten Zeit für Bibellese und Gebet einplanen.

Kursthemen:
1. Bewusst als Christ leben – was bedeutet das?
2. Bibellesen mit Gewinn – wie geht das?
3. Beten im Alltag
4. Gemeinde, unsere geistliche Familie
5. Gemeinsam im Glauben wachsen: Hauskreisforum

Verlauf der Abende:
18.30 Uhr: Snack und Ankommen
18.50 Uhr: Zeit für Gott (Lieder und Gebete)
19.20 Uhr: Impulsvortrag
20.10 Uhr: Austausch in Kleingruppen
20.50 Uhr: Impulse und Übungen für die nächste Woche
spätestens 21.30 Uhr: Pünktliches Ende

Kosten und Anmeldung
Erste Schritte im GlaubenDer Kurs ist kostenlos, das Kursbuch (“Erste Schritte im Glauben” von Birgit Schindler) kostet 9.- Euro. Jeder Teilnehmer benötigt außerdem eine eigene Bibel.


Wir bitten um formlose Anmeldung im Pfarramt oder bei Pfr. Stefan Hradetzky.

 

November-Impuls

Glaube braucht GemeinschaftWo wohnt Gott?

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
(Ezechiel 37,27)

Von meiner Konfirmandenzeit erwartete ich nicht viel. Höchstens peinliche Langweile im Stuhlkreis. Der Glaube an Gott – ein Märchen für Verlierer, dachte ich damals. Aber es kam anders. Überrascht entdeckte ich, dass nicht wir zu Gott kommen müssen, sondern dass er längst zu uns gekommen ist. Die Distanz zu ihm, die ich von mir aus nicht überwinden konnte und wollte, hat er längst überwunden, als er in Jesus Christus Mensch wurde, am Kreuz starb und auferstanden ist.

Ich probierte Gebet aus – und wurde erhört. Immer neugieriger öffnete ich mich für die unsichtbare Wirklichkeit Gottes – und entdeckte eine tiefe Liebe, die mich annimmt, wie ich bin. Das hat mein Leben verändert und mich bis heute nie mehr losgelassen. Ich habe in Gott ein lebendiges Gegenüber gefunden, einen Freund, einen Vater, einen König.

Alleine hätte ich diesen Schatz niemals entdeckt. Glücklicherweise hatte ich in Pfarrern, Jugendmitarbeitern und engagierten Gemeindegliedern Weggefährten und Lehrer, die wussten, wovon sie sprachen. Sie lebten, was sie lehrten. Sie waren echt und überzeugend und wurden für mich Wegweiser zu einer eigenen, persönlichen Gottesbeziehung.

Im Buch Ezechiel heißt es: “Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.”

Hier ist vom Plural die Rede: unter EUCH. Gott wird in der Gemeinschaft, im Miteinander der Gemeinde erlebbar. Und es stimmt: Erst im Austausch mit anderen über unseren Glauben ahnen wir, wie groß und wunderbar Gott wirklich ist. Weil er nicht nur mir, sondern auch den anderen nahe ist und ihnen begegnet. Weil er auch durch andere zu mir spricht und mich weiterbringt auf meinem Weg.

Pfr. Stefan HradetzkyDeshalb ist Gemeinde so wichtig. Als echte Gemeinschaft von Menschen, die zusammenkommen, um sich auszutauschen, einander weiterzubringen, um gemeinsam zu beten und Gott zu loben.

Pfarrer Stefan Hradetzky

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