Oktober-Impuls

Recycle your life

Wir Deutsche sind Weltmeister im Mülltrennen. Hat für uns das sortierte Entsorgen von Abfällen vielleicht sogar einen gewissen Reiz – und wenn ja, warum?

Wo Menschen leben, entsteht immer Müll. Das war schon in der Steinzeit und im Mittelalter so. Damals waren es Knochen, Muschelschalen, zerbrochene Keramik – heute sind es Plastikteile, leere Batterien und anderes problematisches Zeugs.

Man kann sich bemühen, so zu leben, dass möglichst wenig Müll entsteht. Aber komplett vermeiden kann man ihn nicht. Irgendwann ist die alte Couch fällig, das kaputte Kinderfahrrad ist endgültig zu klein geworden. Von Zeit zu Zeit ist Entrümpeln ist angesagt, damit man wieder für neue Sachen Platz hat, die zum momentanen Leben wieder besser passen.

Das gilt auch im übertragenen Sinn für alte Lebensgewohntheiten, von denen wir erkennen, dass sie eigentlich nicht mehr zu uns passen. Vielleicht sogar, weil sie uns und anderen letztlich schaden.

Alte Gewohnheiten entrümpeln, das nennt die Bibel “Umkehr” oder “Buße”. Gemeint ist damit: Sich immer wieder neu bewusst für eine Lebensweise entscheiden, die besser zu uns passt – weil sie uns und anderen gut tut und uns Gott näher bringt.

So eine “Entrümpelungsaktion” ist nicht nur befreiend und tut gut – sie löst sogar im Himmel einen wahren Sturm der Begeisterung aus:

Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? (…) So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
(Lukas 15,4+10)

Entrümpeln macht also tatsächlich glücklich – und bei Gott ist der Sondermüll unseres Lebens gut aufgehoben.

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