Ein Abend mit der Bibel: Online am 20. April auf ZOOM

Abend mit der Bibel Traunreut

Bibelabend 
Die Bibel ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Ohne Vorwissen oder Hilfe ist es nicht leicht, sie mit persönlichem Gewinn zu lesen. “Ein Abend mit der Bibel” lebt vom Austausch über den Text. Meistens wird der Predigttext vom kommenden Sonntag gelesen.

Jeder Abend steht für sich, man kann einfach mal vorbeischauen.

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Gemeinde digital: Anleitung für ZOOM-Konferenzen

Zoom in der Gemeinde

Zoom in der Gemeinde

Gemeindeleben findet digital statt: Hauskreise, Bibelabend, Jugendgruppe und Kirchenvorstand treffen sich schon länger in Videokonferenzen. Auch unser erster Zoom-Gottesdienst hat gezeigt, wie viel Atmosphäre und Nähe auch online möglich ist. Das macht Lust auf mehr!

Die Teilnahme an Zoom-Konferenzen ist per Smartphone, Ipad, Laptop und PC möglich. Ihr Gerät sollte über Lautsprecher oder Kopfhörer, Mikrofon und möglichst eine Kamera verfügen. Auch per Telefonnummer-Einwahl ist es möglich, an Zoom-Konferenzen teilzunehmen. Man kann dann die anderen nicht sehen, sondern nur hören und sprechen, wie bei einer Telefonkonferenz.

Anleitung für eine Zoom-Konferenz – mit Tipps und Tricks
Gute Einführung von Sonntagsblatt.de

Den “Zoom-Link” für die Teilnahme an einer Videokonferenz bekommen Sie vom Veranstalter, ebenso die Einwahldaten, wenn Sie per Telefon teilnehmen.

TIPP: Testen Sie rechtzeitig im Vorfeld Ihre Mikrofon-, Audio-und Kamera-Einstellungen über die Testveranstaltung https://zoom.us/test

Wer als Gastgeber ein Zoom-Meeting veranstalten möchte (Hauskreis, Teambesprechung, etc.) kann einen Zoom-Termin anfordern und bekommt anschließend die Zugangsdaten.
 

Weiterführende Links:

Zoom-Software und Apps herunterladen
Von der offiziellen Zoom-Seite

Antworten auf häufig gestellte Fragen
Von der offiziellen Zoom-Seite

Gottesdienste in der Pauluskirche: wir machen Pause

Evangelische Kirche Traunreut

Evangelische Kirche Traunreut

Am 29. März 2021 hat der Kirchenvorstand entschieden, dass bis auf Weiteres keine Präsenzgottesdienste stattfinden.

Trotz unseres gut eingespielten Hygienekonzepts sehen wir uns angesichts der zunehmenden Verbreitung von Virusmutationen und steigenden Infektionszahlen in der Region und im Stadtgebiet Traunreut derzeit nicht in der Lage, sicher zu beurteilen, ob unser bisheriges Hygienekonzept weiterhin ausreicht. Die Sicherheit unserer Besucher hat für uns Vorrang vor unserem sehnlichen Wunsch, Gottesdienste in der Kirche zu feiern.

Die Pauluskirche bleibt als Raum der Stille und des Gebets täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Kirche von zu Hause
Unsere Gottesdienste können Sie online anhören.
Predigttelefon
Unter der Telefonnummer 0 86 69 / 1 20 30 69 können Sie unsere Predigten am Telefon anhören.
Gottesdienste in den Medien
Darüber hinaus gibt es ein breites Angebot an Gottesdiensten in den Medien.
Gemeindeleben online
Persönlicher Kontakt
Wir sind weiterhin persönlich für Sie da: Ansprechpartner und Kontakte

Gottesdienste und Predigten online anhören

Traunreut Gottesdienste online hören

Unsere aktuellen Gottesdienste können Sie hier online anhören. Alternativ können Sie unter der Telefonnummer
0 86 69 / 1 20 30 69 unsere Predigten auch am Telefon hören. Bitte geben Sie diese Info an Interessierte weiter.

MeditationsgottesdienstMeditativer Gottesdienst
mit Pfarrerin Dorothea Marien
am 11. April 2021
“Wie kann ich Ruhe und Frieden finden in der Aufgeregtheit dieser Zeit?”
 
40:02 Minuten
Ablauf und Timecodes
01:03 Begrüßung
03:54 J. S. Bach Choralvorspiel: Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand
04:53 Liedansage
05:29 Choral: Gott ist gegenwärtig (EG 165, 1+5+6)
08:28 Erster Text mit Stille
11:38 Taizégesang – Misericordias Domini in aeternum cantabo
12:28 Zweiter Text mit Stille
14:49 Taizégesang – Misericordias Domini in aeternum cantabo
15:38 Dritter Text mit Stille
18:36 Taizégesang – Misericordias Domini in aeternum cantabo
19:24 Lesung: Lukas 24, 13-35
24:07 Stille
25:01 Gebet
27:30 Liedansage
27:50 Lied mit Orgelbegleitung: Gelobt sei Gott im höchsten Thron (EG 103, 1-4)
30:22 Fürbitten und Vaterunser
36:12 Infos aus dem Gemeindeleben
38:08 Segen
38:27 J. S. Bach Choralvorspiel: Christ ist erstanden
Liedtext EG 103
1) Gelobt sei Gott im höchsten Thron
samt Seinem eingebornen Sohn,
der für uns hat genug getan.
Halleluja, Halleluja, Halleluja.
2) Des Morgens früh am dritten Tag,
da noch der Stein am Grabe lag,
erstand er frei ohn alle Klag.
Halleluja, Halleluja, Halleluja.
3) Der Engel sprach: “Nun fürcht’ euch nicht;
denn ich weiß wohl, was euch gebricht.
Ihr sucht Jesus, den find’t ihr nicht.”
Halleluja, Halleluja, Halleluja.
4) “Er ist erstanden von dem Tod,
hat überwunden alle Not;
kommt, seht, wo Er gelegen hat.”
Halleluja, Halleluja, Halleluja.Text: Michael Weiße 1531
Liedtext EG 165
1) Gott ist gegenwärtig.
Lasset uns anbeten
und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte.
Alles in uns schweige
und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt,
schlag die Augen nieder;
kommt, ergebt euch wieder.
5) Luft, die alles füllet,
drin wir immer schweben,
aller Dinge Grund und Leben,
Meer ohn Grund und Ende,
Wunder aller Wunder:
ich senk mich in dich hinunter.
Ich in dir, du in mir,
lass mich ganz verschwinden,
dich nur sehn und finden.
6) Du durchdringest alles;
lass dein schönstes Lichte,
Herr, berühren mein Gesichte.
Wie die zarten Blumen
willig sich entfalten
und der Sonne stille halten,
lass mich so still und froh
deine Strahlen fassen
und dich wirken lassen.Text: Gerhard Tersteegen 1729
Bibeltext anzeigen

Lukas 24, 13-35

Das Evangelium steht bei Lukas, Kapitel 24, die Verse 13-35

Am Sonntag, dem ersten Tag der neuen Woche
gingen zwei Jünger nach Emmaus,
einem Dorf – elf Kilometer von Jerusalem entfernt.
Unterwegs sprachen sie miteinander über die Ereignisse der vergangenen Tage.
Während sie sich unterhielten und nachdachten,
kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.
Aber sie – wie mit Blindheit geschlagen – erkannten ihn nicht.
»Worüber sprecht ihr da miteinander?«,
wollte Jesus wissen.
Die Jünger blieben traurig stehen, und verwundert bemerkte Kleopas, einer von den beiden:
»Du bist wohl der Einzige in Jerusalem, der nichts von den Ereignissen der letzten Tage weiß.«
»Was meint ihr?«,
fragte Jesus.
»Das, was mit Jesus aus Nazareth geschehen ist«,
antworteten die Jünger.
»Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen mächtigen Worten und Taten erkennen. Aber unsere obersten Priester und die anderen Mitglieder des Hohen Rates haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und dann ans Kreuz geschlagen. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit. Seither sind nun schon drei Tage vergangen. Und dann wurden wir heute Morgen auch noch durch einige Frauen sehr beunruhigt, die zu uns gehören. Schon vor Sonnenaufgang waren sie zum Grab gegangen; aber der Leichnam von Jesus war nicht mehr da. Die Frauen kamen zurück und erzählten, ihnen seien Engel erschienen, die sagten: ›Jesus lebt!‹ Einige von uns sind gleich zum Grab gelaufen. Es war tatsächlich alles so, wie die Frauen berichtet hatten. Aber Jesus haben sie nicht gesehen.«

Darauf sagte Jesus zu ihnen:
»Wie wenig versteht ihr doch! Warum fällt es euch nur so schwer, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben?
Musste nicht der Messias dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?«
Dann erklärte ihnen Jesus, was durch die ganze Schrift hindurch über ihn gesagt wird – von den Büchern Mose angefangen bis zu den Propheten.

Inzwischen waren sie kurz vor Emmaus,
und Jesus tat so, als wolle er weitergehen.
Da drängten ihn die Jünger:
»Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.«
So ging er mit ihnen ins Haus.

Als Jesus sich mit ihnen zum Essen niedergelassen hatte,
nahm er das Brot,
dankte Gott dafür,
brach es in Stücke
und gab es ihnen.

Da wurden ihnen die Augen geöffnet:
Es war Jesus.
Doch im selben Moment verschwand er, und sie konnten ihn nicht mehr sehen.
Sie sagten zueinander:
»Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg und uns die Schrift öffnete?«

Ohne Zeit zu verlieren, brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück.
Dort waren die elf Jünger und andere Freunde von Jesus zusammen.
Von ihnen wurden sie mit den Worten begrüßt:
»Der Herr ist wahrhaftig auferstanden! Und ist Simon Petrus erschienen!«
Nun erzählten die beiden, was auf dem Weg nach Emmaus geschehen war
und dass sie ihren Herrn erkannt hatten,
als er das Brot brach.

Amen

Übersetzungen: Hoffnung für alle und M. Luther

BasisBibel. Altes und Neues Testament, © 2021 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Mitwirkende
Pfarrerin Dorothea Marien
Richard Schuster (Lesung)
Michael Paschwitz (Orgel)
Statt Kollekte ...
freuen wir uns über eine Online-Spende.
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie eine lebendige Gemeindearbeit und eine zukunftsfähige Gemeinschaft für Jung und Alt in der Paulusgemeinde – vielen Dank!
Feedback
Wir lernen noch dazu und sind dankbar für Feedback per Email an:
Pfarrerin Dorothea Marien
dorothea.marien [at] elkb.de

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Übersicht Online-Veranstaltungen

Kirche Gemeinde online

Kirche Gemeinde online

Die Paulusgemeinde nutzt für Online-Veranstaltungen das Konferenz-System Jitsi und das Zoom-System. Beide können auf allen internetfähigen Geräten kostenlos genutzt werden. Auch die Einwahl per Telefon ist möglich. Bei Interesse erfragen Sie die Zugangsdaten bitte im Pfarramt oder direkt bei den Leitern der Gruppen und Teams.

Derzeit bieten wir folgende Veranstaltungen online an:

Online Bibel AustauschAbende mit der Bibel
Offene Treffen ca. alle 2-3 Wochen, auch Gäste von außerhalb sind herzlich willkommen, die Konfession spielt keine Rolle. Teilnahme ist auch per Telefon möglich.
Mehr Infos und Anmeldung

jugendgruppe online traunreut
Jugendgruppe
Die Jugendgruppe trifft sich wöchentlich montags um 17 Uhr online. Alle Jugendlichen ab 13 Jahren sind herzlich eingeladen.
Mehr Infos und Anmeldung

Hauskreis online
Hauskreise
Einige Hauskreise treffen sich online oder als Telefonkonferenz. Infos direkt bei den Hauskreisleitern.
 
 

Zoom-GottesdienstZOOM-Gottesdienst
Am Gründonnerstag haben wir einen Zoom-Gottesdienst gefeiert. Live, interaktiv, mit viel Nähe und Herz. Unser Newsletter hält Sie über weitere Zoom-Gottesdienste auf dem Laufenden.
 
 
 
 

Terminübersicht Online-Termine:

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Online-Umfrage des Dekanates

Online-Umfrage Dekanat Traunstein

Online-Umfrage Dekanat Traunstein

Welchen Platz haben eigentlich die Kirche und der Glaube in Ihrem Leben? Wo finden sie statt? Im Gottesdienst am Sonntag oder wenn Sie zufällig einen Beitrag über die Kirche im Radio hören? Und kann man eigentlich auch im Internet beten? Diese Fragen stellen wir uns im Dekanat Traunstein gerade verstärkt.

Dabei ist es uns wichtig, nach den Bedürfnissen der Menschen zu fragen, die sich in unseren Kirchengemeinden zuhause fühlen (wollen). Wovon wollen Sie mehr? Und was fehlt Ihnen in unseren Kirchengemeinden? Es ist offensichtlich nicht immer einfach, über den eigenen Glauben zu sprechen und vielen Menschen fällt das in den Sozialen Medien leichter als im Gespräch mit ihrem*r Gemeindepfarrer*in vor Ort.

Wir fragen Sie deshalb in einer kleinen Umfrage nach den Chancen und Möglichkeiten der Kirche vor Ort, im Netz und bei Ihnen zuhause. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen!
Es dauert 3 Minuten und die Erfassung Ihrer Daten erfolgt anonym.

>> Hier gehts zur Online-Umfrage
 

Für Seniorinnen und Senioren

Predigtreihe Jahreslosung
Predigtreihe Jahreslosung
Foto: L. Wesely

Die Jahreslosung für dieses Jahr 2021 ist:

Jesus sagt: “Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist. (Lk 6,36)

Zur Auslegung Jahreslosung hielt Pfarrerin Marien eine Predigtreihe.

Zur Barmherzigkeit in der Paulusgemeinde kommen Gemeindeglieder zu Wort, ​denn viele Mitglieder der Paulusgemeinde engagieren sich aus ihrem Glauben heraus für ältere Menschen, für kranke und für bedürftige Menschen. Sie sehen ihr Engagement als Berufung. Die wenigen, die hier zu Wort kommen, stehen für ganz viele Gemeindeglieder.

Aus dem Offenen Kreis
Ein Mitglied aus dem Offenen Kreis sagt:
„Mir ist wichtig, dass man sich für andere einsetzt
und nicht irgendwie etwas zurückerwartet.
Dazu gehört für mich,
sich die Sorgen der anderen anzuhören
und zu versuchen, ihnen zu helfen.
Grade jetzt in der Coronazeit,
Wo wir ja versuchen, so wenig wie möglich direkten Kontakt
aufzunehmen.
rufen wir zwischendurch die anderen an
und fragen nach.
Manche rufen auch selbst an und erzählen,
wie es ihnen geht.
An Ostern und an Weihnachten haben wir einen kleinen Rundbrief
verschickt.
Zur Zeit bleibt ja vor allem das Telefon…
Elvira Schuster, Frauenkreis
Frau Elvira Schuster, Leiterin des Frauenkreises berichtet auch,
dass durch das Telefon die Verbindungen nicht abreißen.
Sie sagt:
„Wir sind wirklich eine Familie.
Jeder freut sich, wenn er den anderen sieht.
Grade als es mir selbst sehr schlecht ging,
haben Frauen aus dem Frauenkreis nachgefragt.
Astrid Straub hat für mich eingekauft,
Frau Sch. hat mich zum Zahnarzt
oder auch in die Klinik gefahren.
Ich freu mich, wenn wir uns wieder sehen können.
Ich vermisse alle.“
Am Valentinstag – so hab ich gehört –
hat Astrid Straub,
die in den Seniorenkreisen und auch im Kirchenvorstand aktiv ist,
die Frauen besucht
und Blümchen vorbei gebracht.
Jemand hat gesagt:
„Die Astrid hat mir der liebe Gott geschickt.“
Roswitha und Richard Schuster
Ich habe auch Roswitha und Richard Schuster gefragt.
Sie sind seit Jahren für die Senioren in unserer Gemeinde und in
Traunreut aktiv.
Im Besuchsdienstkreis – der wegen corona grade nicht möglich ist –
haben sie hochbetagte Menschen besucht,
für die Jubilare Geburtstagsfeiern gestaltet.
Herr Schuster ist Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt
und Vertrauensmann des Kirchenvorstands.
Er ist Mitinitiator des Infobriefes,
der vor kurzem an die Senioren geschickt wurde.
Herr und Frau Schuster schreiben über die Barmherzigkeit:
Als Gläubiger wird man in die Nachfolge Jesu berufen.
Jesus hat immer einen Blick für die Schwachen und Bedürftigen gehabt.
In der eigenen Familie haben wir erlebt,
wie wichtig es ist, den pflegebedürftigen Eltern beizustehen.
Zuerst sahen wir es daher als unsere Pflicht und Aufgabe an, etwas für
die Senioren zu tun.
Nach den ersten Veranstaltungen für die Senioren haben wir so viel
Wertschätzung erfahren,
dass es zur Selbstverständlichkeit wurde
und somit
zur Berufung.
An jeder SeniorengeburtstagsFeier haben wir die Nähe Gottes gespürt
und gingen reich beschenkt nach Hause.
Dieser Bibelvers sagt alles:
„Barmherzig, geduldig und gnädig ist der HERR“.
Den Menschen aus der Gemeinde eine Freude zu bereiten,
sie Liebe erfahren lassen
und selbst die Vorfreude auf das nächste Treffen zu erfahren
waren Gefühle, die nur von Gott kommen können.
Unser Team war von der ersten Veranstaltung an
so motiviert und begeistert,
dass alle gern weitermachen wollten,
und da war Barmherzigkeit zum Greifen nahe.
Diakon Ernst Schmähl
Der Diakon Ernst Schmähl, Vater unseres Jugendreferenten Dave Schmähl, beschreibt ein Erlebnis,
wie er erfahren hat, dass tatkräftige Barmherzigkeit im diakonisches Engagement und Verkündigung
mit dem Wort zusammenhängen:
27 Jahre war ich als Gemeindediakon in der Evang. Kirche im Schwarzwald tätig. Mit einem
vielfältigem Dienst war ich beauftragt : Jugendarbeit , Mitarbeiterbegleitung, Seniorenarbeit,
Religionsunterricht, Verkündigungsdienste… Und dann waren da auch noch die sogen. Randgruppen
z.B. die Begleitung von Alkoholikern und Gefährdeten….

Inzwischen bin ich im christl. Beratungswesen in ganz Deutschland unterwegs. Der Diakon bin ich
dabei geblieben. Ein Schlüsselerlebnis hat mir dies besonders deutlich gemacht:

Es ist schon 5 Jahre her: Von Stuttgart kommend saß ich im ICE und verarbeitete noch unsere
Vorstandsklausur mit kirchl. Mitarbeitern, die sich u.a. mit den zu Hunderttausenden ins Land
strömenden Flüchtlingen beschäftigten. Wie sollten wir als Christen damit umgehen …?
Als ich am Münchener Hbf ankam ,wurde schnell klar, dass es nach Mitternacht keinen Anschluss für
mich mehr gab. Ich würde die nächsten 6-7 Stunden am Bahnhof nächtigen müssen, der allerdings
mit Tausenden von Flüchtlingen überfüllt war. Ganze Familien drängten sich und suchten irgendwo
eine Ecke, die sich notdürftig als Schlafplatz eignete. Auffallend viele arabischsprechende junge
Männer begegneten mir überall.

Viele Gedanken schossen mir durch den Kopf: Werden wir das, als Gesellschaft, je bewältigen
können? Ein Bibelvers aus 3. Mo 19,34 lies mich dabei nicht mehr los: „Du sollst den Fremden lieben
wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr in Ägyptenland gewesen….“ Ist das nicht meine bleibende
Berufung als Diakon?: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist…“ Es war überhaupt
nicht schwierig mit den arabisch- und farsisprechenden jungen Burschen, mit Händen und Füssen
und ein bisschen Englisch ins Gespräch zu kommen. Auffallend war die große Hilfsbereitschaft der
einheimischen Münchner. Ein junger Mann verteilte Hamburger. Eine Krankenschwester bat mich
um Vermittlungsdienste: “Können Sie denen auf Englisch erklären, dass es da drüben eine
medizinische Station gibt wo sich alle untersuchen lassen können?“ Auch die vielen Polizisten
vermittelten eine Haltung von welcome. Ja ich spürte: mit diesem unfreiwilligen Zwischenstopp will
mir Gott etwas sagen. Da gehör ich jetzt hin! Diese nächtliche Erfahrung am Münchner Hbf sollte
dazu führen, dass ich mich, zusammen mit meiner Frau, in einem Helferkreis für Migration
engagieren sollte: im Deutschunterricht, in einem Begegnungscafe für Einheimische und Flüchtlinge,
in der Beratung.

Als ich wieder auf den Schienen unterwegs war, hatte ich ein sehr entscheidendes Schlüsselerlebnis:
In meinem Abteil saß ich allein mit einem jungen Moslem, der wohl schon seit einigen Jahren in
Deutschland lebte. Er war sehr daran interessiert mit mir über seine Religion zu diskutieren. Es schien
für ihn völlig klar, dass er Recht hatte und ich mit meinem christlichen Glauben auf dem falschen
Weg war. Völlig inakzeptabel war für ihn die Botschaft vom Kreuz. Im Stillen betete ich um eine gute
Antwort. Als ich ihm erzählte, dass für mich der Tod Jesu am Kreuz, so etwas wie die Hingabe des
Lebens meines besten Freundes für mich bedeutet, spürte ich, wie er anfing mir mit zunehmenden
Interesse zuzuhören. Als wir schließlich beim nächsten Bahnhof unser Gespräch beenden mussten,
rief er mir beim Umsteigen, sichtlich bewegt, noch hinterher: “Ich bin jetzt 10 Jahre in Deutschland,
aber heute habe ich zum ersten Mal einen Christen getroffen.“

Ich habe den Mann nie wieder gesehen, aber diese unvergessliche Begegnung hat mir gezeigt ,dass
zum diakonischen Handeln und zu den Werken der Barmherzigkeit auch das Zeugnis von Jesus, dem
gekreuzigten und auferstandenen Herrn gehört.

Engagement im Seniorenwohnheim
Ein anderes Gemeindeglied ist aus dem Glauben heraus engagiert.
Sie hat in den zwei Traunreuter Pflegeheimen einen Bibelgesprächskreis
initiiert und ist auch Mitglied im Kirchenvorstand.
Sie beschreibt, warum sie das tut:

Meine Motivation – sagt sie- war und ist es,
den Menschen gerade in Situationen die schwer sind, wenn das Leben
so ganz anders verläuft als vielleicht geplant,
Gottes Liebe zuzusprechen.

Gerade in dieser Generation ist der Gedanke,
dass Gott jeden Einzelnen von uns
von Herzen liebt
manchmal was ganz Neues,
fast schon Unvorstellbares.

Unser Bibelkreis ist immer inniger geworden.
Wir waren quasi auf einer gemeinsamen Reise,
Gottes Liebe in unserem Alltag zu entdecken
mit der ganzen Bandbreite, die dazugehört –
Lachen
und Weinen.

Die berührendsten Momente waren und sind für mich, wenn man
zuschauen kann,
wenn ein Mensch Gottes Liebe spürt
und Gott ihn umarmt.
Zu spüren, Gottes geliebtes Kind zu sein,
manchmal in hohem Alter das erste Mal.
Das ist so schön
und ich bin dafür sehr dankbar.

Aus dem Evang.-Luth. Gemeindeverein
Jesus ist der Inbegriff von Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Er selbst hat uns
Menschen unermüdlich zur Ehre Gottes gedient. Wenn wir Jesus Christus mit
ganzem Herzen nachfolgen wollen, dann genügt es meiner Meinung nach
nicht, Jesu Leben und Wirken nur von außen zu betrachten, in dem wir über
seine gelebte Nächstenliebe und Barmherzigkeit in der Bibel lesen, sondern
dann sollten wir uns auch genau dorthin begeben, wo Jesus hingegangen ist,
nämlich zu den Bedürftigen und Notleidenden unserer Gesellschaft.
Vielleicht hat Gott genau deshalb in die Herzen der meisten von uns die große
Sehnsucht gepflanzt, gebraucht zu werden und Gutes weiterzugeben. Er hat
uns alle mit vielerlei Gaben ausgestattet, die das Rüstzeug dafür sind, diese
Sehnsucht in die Tat umsetzen zu können und damit wahre Nachfolge zu
leben.

Ich erlebe immer wieder, dass oft das wichtigste und einfachste Instrument
gelebter Nächstenliebe und Barmherzigkeit ein offenes Ohr für die Sorgen und
Nöte der Mitmenschen ist. Ein freundliches Wort, ein Lächeln, ein Gespräch auf
Augenhöhe mit der Botschaft „ich nehme dich und deine Sorgen ernst“ kann
tatsächlich ein Leben verändern und neuen Mut geben. Wenn sich Menschen
in Notsituationen wahrgenommen fühlen, dann verändert das ihre Herzen.
Im Begriff Barmherzigkeit, steckt das Wort „Herz“. Das Wohl von notleidenden,
einsamen, körperlich oder psychisch eingeschränkten Menschen ist für mich
und die vielen anderen Helfer des Evang.-Luth. Gemeindevereins tatsächlich
eine echte Herzensangelegenheit. Wir wollen den Bedürftigen durch Beratung
und praktischen oder materiellen Beistand dabei helfen, Wege aus einer Krise
zu finden. Mit neuen Ideen wie dem Angebot der sogenannten
Alltagsbegleitung, bei dem insbesondere Senioren im Alltag unterstützt und
z.B. zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Gottesdienst begleitet werden, wollen
wir Hilfestellung bieten. So wie Gott mit all seiner unermesslich großen Liebe
für uns Menschen immer an unserer Seite ist, so möchten auch wir unsere
bedürftigen Mitmenschen im Alltag und vor allem in schwierigen Zeiten
begleiten und für sie da sein.

Pfarrerin Dorothea Marien